Offenburg stimmt für den Erhalt der Natur
Am 8. März 2026 fand in Offenburg ein Bürgerentscheid statt, in dem über eine mögliche Umwandlung des Flugplatzgeländes in ein Gewerbegebiet abgestimmt wurde.
Die dort bestehenden großen Flächen entlang der Landebahn sind ökologisch äußerst wertvoll, haben teilweise FFH-Qualität und bieten Lebensraum für eine Vielzahl teils selten gewordener Tiere und Pflanzen. Wird eine solche Fläche zerstört, kann sie auch durch sogenannte Ausgleichsmaßnahmen in der Regel nicht mehr hergestellt werden. Was zerstört ist, bleibt zerstört und dies wäre damit ein weiterer Verlust der jetzt schon so bedrohten Artenvielfalt. Und außerdem, wo gäbe es denn Flächen, wo ein gelungener Ausgleich realisiert werden könnte?
Der NABU Offenburg trat im Vorfeld des Bürgerentscheids klar für den Erhalt dieses Lebensraumes ein und damit für ein Nein zum Gewerbegebiet auf diesen Flächen – und somit auch gegen weiteren Flächenverbrauch.
Es ergab sich hierzu ein breites Bündnis u.a. mit BUND, Bürgervertretungen der angrenzenden Ortsteile, der Fliegergruppe, der Konferenz für urbane Transformation und der Partei der Grünen.
Das Ergebnis des Bürgerentscheids war eindeutig: 56,9 % der BürgerInnen von Offenburg stimmten mit Nein und lehnten damit ein Gewerbegebiet auf diesen Flächen ab. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, dass ein breites Bündnis aus interessierten Bürgern viel bewegen kann. Die Voraussetzungen dafür sind oft kleiner als man denkt:
Es reicht ein offenes Ohr für die Probleme anderer zu haben und sich gelegentlich kompromissbereit zu zeigen.

